Das erste Mal in Kambodscha und Vietnam. Wie war mein Eindruck? Was hat mir gefallen, was nicht so sehr? Wie war die Rundreise? Wie waren meine selbstorganisierten Tage? - ein kleines Resumee.
1. Die Vorstellungen und wie es dann wirklich war
Ich hatte eine diffuse, aber keine genaue Vorstellung, was mich erwartet. Ich habe im Vorfeld viel gelesen und konnte vieles schon besser einschätzen, als noch vor ein paar Monaten. Jetzt, wo ich nun hier war, fühlte es sich dann doch alles ein bisschen anders an. Vor allem greifbarer, konkreter. Nicht mehr so unbekannt.
Bzgl. Vietnam und zur Rundreise:
Ich habe eine Rundreise gebucht, die ziemlich viel Natur als Programmpunkte enthielt. Zwischen den einzelnen Programmpunkten gab es natürlich längere Fahrstrecken mit dem Bus. Das wusste ich und kannte ich ja auch von anderen Rundreisen.
Was ist nicht erwartet hatte, ist das Vietnam so dicht besiedelt ist, und man fast nur auf überfüllten Straßen unterwegs war, die eher einer Ausfallstraße aus der Stadt, als einer Landstraße ähnelten. Entsprechend anstrengend war die Fahrerei. Sonst hatte ich lange Busfahrten eher als angenehm und entspannend emfpunden - hier war es jedoch eher nervig.
Was mir außerdem so nicht bewusst war, ist, dass es in Vietnam mehr als doppelt so viel Niederschlag gibt, wie in Deutschland. Entsprechend muss man mit Regentagen rechnen, die wir ja auch dann hatten.
2. Die Rundreise
Das war insgesamt alles okay und gut organisiert. Über die Eigenheiten unseres ersten Reiseleiters hatte ich ja schon berichtet. Ein paar Details waren bei Gebeco schlechter, als bei meinen bisherigen Rundreisen: die Informationen aus dem Reiseablauf vorab waren eher spärlich und wir hatten insgesamt vier verschiedene Reiseleiter, was ich so auch noch nicht kannte.
3. Sozialistische Republik
Dass Vietnam sozialistisch ist, merkt man als Tourist vor allem an den vielen roten Fahnen und Transparenten, und an den vielen Uniformen, die auf der Straße zu sehen sind.
Außerdem ist das Nachtleben nicht besonders ausgeprägt und beschränkt sich auf Restaurants. Rotlichtviertel, Nachtclubs usw. gibt es so gut wie gar nicht, und wenn dann nur in Saigon.
Man sieht öfters mal Polizei, als in anderen Städten oder Ländern, was den positiven Effekt hat, dass man sich als Tourist sehr sicher fühlt und es die negativen Auswirkungen des Kapitalismus wie Drogendealer, Alkoholismus oder Obdachlose nicht gibt.
4. Nord-Süd-Gefälle
Je weiter man in Vietnam von Norden nach Süden kommt, umso freundlicher / westlicher wird es. Der Norden ist wohl eher vom Einfluss Chinas und des Kommunismus geprägt, während der Süden ja auch schon eine kapitalistische Phase hatte. Das Wetter trägt auch seinen Teil dazu bei: im Norden ist eher bewölkt und regnerisch - im Süden sonnig und heiß!
5. Kambodscha
Für mich war Kambodscha vor allem weit weg und unbekannt. Ich hatte von den Gräueltaten der Roten Khmer gehört, und von Angkor Wat natürlich, aber mehr wusste ich nicht darüber. Ist man dann dort, ist es alles anfassbar und greifbar.
Kambodscha ist ärmer als Vietnam. Hier leben die Menschen eher in Hütten oder einfachen Holzhäusern, in denen sich alles abspielt. Vorne Verkauf oder Werkstatt, hinten Wohn- und Schlafraum. In Vietnam sind es immerhin meist feste Gebäude.
6. Highlights
Die absoluten Highlights dieser Reise sind die Halong-Bucht und Angkor Wat. Wenn auch die anderen Programmpunkte nicht zu verachten waren, so ist klar, dass keiner an diese zwei Höhepunkte herankommt. Ich bin sehr froh, dies gesehen zu haben.
7. Essen
Sowohl in Kambodscha, als auch Vietnam überall sehr, sehr lecker. Die frischen Früchte ein Traum.
8. Sauberkeit
Was soll ich sagen: in unseren Hotels alles okay und westlicher Standard - in den Garküchen oder manchen Toiletten doch eher ... reden wir nicht darüber.
9. Magenverstimmungen / Durchfall / Krankheiten
Nix passiert. Sobald man irgendwo isst, wo Touristen hingehen, kann man normalerweise alles bedenkenlos essen. Mückenstiche hatte ich so gut wie keine. Nur bei der letzten Station im Hotel mit dem tropischen Garten in Siem Reap hatte ich zwei oder drei Stiche. Das waren aber die üblichen Schnaken, die sich abends im Schlaffzimmer breit machen und auf ein Opfer warten.
10. Freundlichkeit
Überall sehr gut. Viele Kinder die einem ¨Hello¨ zurufen. Sehr freundliches Personal in den Hotels. Auch auf der Straße sehr respektvoll und überhaupt nicht agressiv.
11. Anmache / Aufdringlichkeit
Die Tuk Tuk-Fahrer waren nervig, aber sonst hielt es sich mit der Anmache sehr in Grenzen. Es war weniger als erwartet und war dann auch immer mit einem einfachen Kopfschütteln erledigt.
12. Fazit
Sehr empfehlenswert. Aber an meinen bisherigen Lieblingsurlaub Namibia kommt Vietnam / Kamboddscha nicht ran ;-)

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