Sonntag, 12. Februar 2017

16. Tag: Von Hoi An - Danang nach Ho Chi Minh-Stadt

Heute morgen ging es früh los. Um halb sechs musste ich aufstehen.

Bei meinem Zimmer hatte ich dieses Mal eine Dusche im Freien. Um halb sechs bei vielleicht 17 Grad draußen zu duschen geht gerade noch so. Aber nur als Warmduscher...

Dann ging es zum Flieger nach Ho Chi Minh-Stadt / Saigon. Um 11Uhr waren wir da und es hat uns unser neuer Reiseleiter entgegengenommen - der Vierte...

Hier ist nun endlich mal richtig Sommer: 32 Grad und strahlend blauer Himmel. Und noch nicht mal schwül, sondern so richtig schön sommerlich. Echt gut!

Auch ansonsten fühlt sich Saigon ganz anders an, als der Rest von Vietnam. Es wirkt wie eine richtige Metropole mit großen Prachtbauten (aus der französischen Kolonialzeit), vielen Parks, Kaufhäusern und einer sehr schönen Fußgängerzone.

Die Stadt ist sehr sauber und wirkt total westlich. Nicht das Klein-klein, wie im Rest von Vietnam, wo kaum ein Gebäude breiter als eine Garage ist.

Nach der Ankunft gab es erstmal eine Stadtrundfahrt und einen Spaziergang. Danach habe ich auf eigene Faust meinen Geschichtsunterricht fortgeführt:

Erstens war ich im Kriegsmuseum. Das ist schwere Kost. Es gibt einige Exponate aus dem Krieg, z.B. erbeutete US-Panzer. Aber das Schlimmste sind die Bilder vom Krieg: durch Angriffe zerfetzte Körper oder durch Agent Orange (Dioxin) schwer missgebildete Kinder. Grauenhaft.

Am meisten regt mich dann auf, wenn sich Amerikaner oder Japaner grinsend vor einem der Exponate fotografieren und anscheinend nichts davon verstanden haben, was Krieg bedeutet...

Danach war ich im ehemaligen Präsidentenpalast Südvietnams. Dieser ist 1975 von nordvietnamesischen Truppen eingenommen worden, was dann faktisch das Ende des Krieges bedeutete.

Der Palast ist seit der Eroberung unverändert geblieben und wird als Museum genutzt. Es war interessant, die Aufteilung des Palastes zu sehen, aber vor allem die Möbelstücke von Ende der sechziger Jahre sind unverändert erhalten geblieben und haben einen besonderen Reiz.

Am Abend bin ich dann noch die große Fußgängerzone entlang gelaufen, die sich dem Ho Chi Minh-Denkmal anschließt, und habe die Leute beobachtet, die sich vor dem Denkmal fotografieren (lassen).

Dabei hat mich ein kleiner Junge angesprochen und dann zu mich gesetzt. Seine Mutter war in der Nähe. Wir haben dann in nahezu perfektem Englisch ca. eine Dreiviertelstunde eine Konversation über alle möglichen Themen geführt.

Es ging los mit: ¨Hello, where do you come from, What's your name?¨ über: was seine Interessen in der Schule sind, was er mal werden möchte, ob ich dieses und jenes Computerspiel kenne und warum ich hier bin und ob die Flüge von Deutschland nach Vietnam sehr teuer sind. Erstaunlich, wie gut der Junge geprochen hat - mit 12!

Das hatten wir jetzt schon einige Male so oder so ähnlich. Anscheinend werden die Kinder von ihren Lehrern oder Eltern dazu aufgefordert, mit Ausländern ein paar Worte zu wechseln um ihr Englisch zu verbessern. Das das was hilft, habe ich heute gesehen. Genial!

Morgen geht es in das Mekong-Delta. Eine Übernachtung auf dem Schiff. Kann sein, dass ich dort kein Internet habe.

2 Kommentare:

  1. Intressante Stadt, so viel zu sehen.....Bauwerke, Parks, Museen....da könnte man wohl ein paar Tage länger bleiben.

    Zumal das Wetter passt ;-) N

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  2. Spätestens jetzt wär's auch was für mich (ausgenommen Kriegsmuseum).

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