Der Tag begann mit einer Rikschafahrt.
War lustig: die Rikschafahrer fahren natürlich genauso, wie die andereren Verkehrsteilnehmer und so fanden wir uns mitten im Gewusel des Verkehrs von Huë wieder, umgeben von Motorrollern und Autos.Vom Hotel ging es zunächst über die Brücke, dann über den Markt (der eigentlich viel zu eng ist, als dass da Rikschas oder Motorroller durchpassen - sie machen es aber trotzdem), und dann zum Kaiserpalast von Huë.
Dieser ist riesig. Die Außenmauern haben eine Länge von 10 Kilometern. Wir haben uns mehrere Stunden darin aufgehalten, aber keineswegs alles gesehen. Hier residierte der vietnamesische Kaiser, bis 1945 die Kommunisten die Macht übernahmen.
Unser neuer Reiseleiter, den wir seit gestern haben, ist kompetent. Er hat uns gut erklärt, wie die Aufteilung des Palastgeländes ist, wo der Kaiser und die Konkubienen residiert haben und wie seine Verpflichtungen waren. Dass er mit allen (mehr als hundert) mal 'musste' und dies durchaus in Stress ausarten konnte, da es so viele waren, er aber aus politischen Gründen nicht deren Anzahl nicht reduzieren konnte. Sie waren nämlich die Töchter hoher Beamter, die von den Vätern als Beweis ihrer Untergebenheit überlassen wurden. Würde der Kaiser sie ablehnen, würden ihre Väter sehr leiden.
Sein Sexualleben wurde von den Eunuchen anhand astrologischer Kalender genau geplant.
Ganz schön kompliziert... ;-)

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